Denk KLObal, schütz den Kanal, Presseinformation
Das WC ist kein Mistkübel: 6 Mio. Euro Mehrkosten durch Fehlwürfe
Initiative fordert: „Denk KLObal, schütz den Kanal!“
6 Millionen Euro Mehrkosten werden in der Steiermark pro Jahr allein durch Fehlwürfe und unsachgemäße Entsorgung über den Kanal verursacht. „Denk KLObal, schütz’ den Kanal!“ klärt auf. Ziel ist, Fehlwürfe zu verringern und mindestens 1,2 Mio. Euro, pro Jahr einzusparen!
Hygieneartikel, Essensreste, Medikamente, Bauschutt und vieles mehr werden täglich von den SteirerInnen über den Kanal entsorgt. Fremdkörper, die die Kanalisation und Kläranlagen enorm belasten und sich zur Gänze auf die Kanalbenützungsgebühren der steirischen Bevölkerung niederschlagen!
Denn 6.500 Tonnen Rechengut, das sind 650 LKW-Ladungen, 5.300 Tonnen Kanalräumgut, das sind 530 LKW-Ladungen und hunderttausende Kubikmeter Mehrbelastung durch unerlaubte Fremdwassereinleitungen bei Regenereignissen verursachen rund 6 Millionen Euro an Mehrkosten pro Jahr allein in der Steiermark. Die Grauzone liegt mit 12 Millionen Euro fast doppelt so hoch!
Das WC ist kein Mülleimer!
Die Ursachen für derartig hohe Mehrkosten liegen zum Beispiel in Fehlwürfen von Speisereste, Frittieröle und andere Fetten, die den Anschluss verstopfen und nicht selten zu Geruchsbelästigung und Rattenplagen führen. Gifte, Chemikalien, Motor- und Getriebeöle verschlechtern die Reinigungsleistung der Kläranlage und
belasten die Fließgewässer. Bekleidungsstücke wie Strümpfe oder Socken und Hygieneartikel wie Binden, Tampons oder Windeln verstopfen nicht nur den Hausanschluss, sondern auch die Pumpen und beschädigen die Maschinen in der Kläranlage. Katzenstreu und andere Feststoffe sowie Tierkadaver wie z.B. Katzen, Hamster, müssen in aufwändiger Arbeit in der Kläranlage entfernt werden.
Weitere Kostenfallen: Zement, Bauschutt oder Schotter, aber auch Gebisse, Batterien, Handys und Brillen. Kurios: Sogar ein halbes Schwein und ein über 30 Meter langer Gartenschlauch wurden bereits über die Kanalisation entsorgt!
„Denk KLObal, schütz’ den Kanal!“
Bereits 250 Städte und Gemeinden sind über ihre zuständigen Abwasserverbände oder Genossenschaften, am Projekt beteiligt, um die Funktionsfähigkeit des steirischen Kanals auf Dauer sicher zu stellen. Die Initiative zeigt mittels Inseraten, Plakaten und Aktionen, dass jeder selbst etwas beitragen kann, um seine Kanalbenützungsgebühren dauerhaft zu senken.
Ziel ist die Bewusstseinssteigerung für die enorm hohen volkswirtschaftlichen Kosten − rund 6 Millionen Euro an Mehrkosten pro Jahr in der Steiermark!!! – die durch unsachgemäße Entsorgung über den Kanal (Hygieneartikel, Strümpfe, Altöle bis hin zu Tierkadaver) verursacht werden. Die Werterhaltung des Kanals, der in vielen Fällen missbräuchlich als „billige Müllentsorgung“ (= Fehlwürfe) sowie für das widerrechtliche Einleiten von Oberflächen- bzw. Drainagewässern verwendet wird, soll dauerhaft sichergestellt werden.
Mit diesen Maßnahmen soll in den ersten beiden Jahren ein jährliches Einsparungspotenzial von mindestens 20% der Mehrkosten, also 1,2 Million Euro, erreicht werden. Gesetztes Mindestziel in 10 Jahren: 20,4 Millionen Euro!

Pressekonferenz

Downloads:
- Presseinformation vom 05.05.2010
PDF-Dokument, 925 KB - Presseclipping
PDF-Dokument, 6746 KB
Links:
- GSA-Internetplattform
- josefundmaria berichten über die Informations-Offensive
- Saubermacher berichtet über die Informations-Offensive
- Stadtwerke Judenburg berichtet über die Informations-Offensive
- Kommunalverlag berichtet auf Seite 56 über die Informations-Offensive
